Catherine Brunet, Ballett Basel Managing Director wird ausgezeichnet
Ballett Basel Managing Director Catherine Brunet ist am 30. März 2010 anlässlich einer offiziellen Zeremonie im Theater Basel der französische «Ordre des Arts et des Lettres», der Orden der Künste und der Literatur, verliehen worden. Dieser Orden wurde am 2. Mai 1957 gestiftet und wird seither vom französischen Kulturministerium verwaltet. Der Orden wird verliehen an „Personen, die sich durch ihr Schaffen im künstlerischen oder literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben“
(Medienmitteilung Theater Basel vom 30. März 2010)
180 Kinder und Jugendliche der Theater-Ballettschule zeigen am Sonntag,
18. April 2010 Ihr Können. Von den jüngsten, 5-jährigen Ballett-Eleven bis hin zu den jungen Erwachsenen der Ausbildungsklassen, die bereits an internationalen Wettbewerben wie dem Prix de Lausanne aufgetreten sind und ab Sommer in professionelle Ensembles eintreten, bietet das abwechslungsreiche Programm Einblick in das tanzpädagogisch erstklassige Schaffen unserer Lehrkräfte.
Liebes Publikum, zwei Dinge beschäftigen mich im Moment: Narren und Ritter. Natürlich gibt es auch noch die zahlreichen Vortanztermine, das Planen der kommenden Spielzeit, einen Termin mit der Kostümbildnerin der nächsten Produktion, ein weiterer Termin zum Interview mit einem Vertreter des lokalen Fernsehsenders …
Das alles verlangt nach meiner Aufmerksamkeit. Aber nach dem Tagesgeschäft, wenn ich auf dem Weg nach Hause bin oder an einem «Carmen»-freien Sonntag (immer vorausgesetzt, der fcb hat kein Spiel, bei dem ich natürlich mental unabgelenkt die Mannschaft unterstütze) schweifen meine Gedanken zu «Narren» und zu «Rittern». Warum das so ist, möchte ich Ihnen in diesem Editorial erklären.
In Lateinamerika ist das Balé da Cidade de São Paulo Legende. 2008 hat die Company ihr vierzigstes Jubiläum gefeiert. Das Balé, wie das dreissigköpfige Ensemble in Brasilien liebevoll genannt wird, hat in diesem Zeitraum die farbenfrohe und körperbetonte Kultur Brasiliens in sich aufgesogen und den Tanz auf allerhöchste künstlerische Ebene gehoben. Und das in einer Stilvielfalt zwischen Neoklassik und Tanztheater, die Ihresgleichen sucht. Die Schweizer Tournee des Balé da Cidade de São Paulo wird im Rahmen von Steps#12 zum herausragenden Tanzereignis werden.
Nach langjährigen, zähen Verhandlungen haben die Regierungen beider Basel gestern ihren Parlamenten die Vorlagen zur Subventionierung des Theaters Basel ab Mitte 2011 bis 2015 vorgelegt.
Nach langjährigen, zähen Verhandlungen haben die Regierungen beider Basel gestern ihren Parlamenten die Vorlagen zur Subventionierung des Theaters Basel ab Mitte 2011 bis 2015 vorgelegt. Die schwierige Dreiecksbeziehung zwischen Basel-Stadt, Baselland und Theater Basel könnte gekittet werden: mit mehr Geld. Geht es nach den Regierungen beider Basel, so verdoppelt der Landkanton für die Periode von 2011 bis 2015 seine Beiträge ans Theater durch eine Zusatzsubvention von 17 Millionen auf 33 Millionen Franken. Den Löwenanteil an der Finanzierung trägt mit künftig fast 190 Millionen Franken weiterhin Basel-Stadt.
Auf diese Eckwerte haben sich die für Kultur zuständigen Regierungsräte beider Basel bereits vergangenen Sommer geeinigt; gestern wurden die Abmachungen mit zwei Vorlagen zuhanden der Parlamente bestätigt.
Eigentlich sind die guten Basler Tambouren allesamt Bebop-Musiker
Interview mit der Basler Jazzlegende George Gruntz über seine neue Ballett-Partitur «Milk & Honey»
Interview: Bettina Fischer (Theater-Zeitung April 2010)
George Gruntz ist einer der prominentesten Schweizer Vertreter des zeitgenössischen Jazz. Er begleitete Louis Armstrong, gewann Preise an Jazzfestivals, war musikalischer Leiter des Zürcher Schauspielhauses, moderierte eine TV-Musiksendung und gründete die «George Gruntz – Concert Jazz Band». Aber auch für das Theater hat der gebürtige Basler immer wieder komponiert. Vom Off-Broadway über das Wiener Burgtheater, das Staatstheater Stuttgart bis hin zur Hamburgischen Staatsoper und weiter reicht sein Schaffen. In Basel wurde sein Ballett «Thundermove» von Heinz Spoerli für das Schweizer Fernsehen choreographiert. Dies sind nur einige seiner zahlreichen Aktivitäten aus seinem ausgefüllten Musikerleben. Im Auftrag des Fasnachts-Comités hat die Basler Jazzlegende zu dessen 100-jährigem Bestehen ein Werk mit dem Titel «Milk & Honey» komponiert, das im April mit dem Ballett Basel, der Sängerin Erika Stucky und dem Sinfonieorchester Premiere haben wird. Die Stadt am Rheinknie gilt als das Trommelzentrum der Schweiz und die Ballett-Partitur von Georges Gruntz wird unter starkem Einfluss der Basler Trommel- und Pfeifer-Kultur stehen. Den geborenen Basler verbindet eine tief verwurzelte Liebe zur Fasnachts-Musik, die sich aus den verschiedenen Musikkulturen der Schweiz, besonders aber aus militärischen Konstellationen entwickelt hat.
Plädoyer - Das Theater beider Basel ist in Reichweite
BaZ vom 15.03.2010
von Christoph Heim
Die 17 Millionen Franken zusätzlich soll das Theater Basel aus dem Kanton Baselland bekommen. Die Regierung in Liestal will morgen Dienstag einen entsprechenden Ratschlag verabschieden. Würde sie ihren Einsatz verdoppeln, wäre das Theater beider Basel Wirklichkeit. Plädoyer für einen mutigen Schritt und für ein Ende der Grabenkämpfe.
Die Diskussion über eine stärkere Beteiligung des Kantons Baselland am Theater Basel verläuft äusserst harzig, aber geht nun endlich in die nächste Runde. Morgen Dienstag wird die Baselbieter Regierung voraussichtlich den Ratschlag verabschieden, der dem Theater Basel 17 zusätzliche Millionen innerhalb von vier Jahren zusichert. Vor einigen Monaten hat sie den Eckwerten dieses Ratschlags schon einmal in erster Lesung zu gestimmt.
Der Schritt könnte zum Befreiungsschlag werden: Würde man die geforderten vier Millionen Franken jährlich verdoppeln und dazu die gesamte Kulturvertragspauschale von beinahe neun Millionen Franken ins Theater stecken, könnte der Landkanton die Hälfte des Theaters Basel übernehmen. Mit einem partnerschaftlich getragenen Theater beider Basel wären die kulturpolitischen Diskussionen in beiden Halbkantonen auf einmal auf einer ganz neuen Stufe.
KARRIERESCHRITT. Beim Nachwuchswettbewerb «Prix de Lausanne» hatte der Gelterkinder Tänzer Philip Handschin (18) den Final verpasst – trotzdem hat sich die Teilnahme am Wettbewerb für den in Basel ausgebildeten Balletttänzer ausbezahlt. Während der Wettbewerbswoche in Lausanne Ende Februar erhielt er Angeboten von mehreren Tanz-Companys (siehe BaZ vom 1. März 2010). Nun ist klar, wo Handschin den Einstieg ins Berufsleben als professioneller Tänzer findet: Amanda Bennett, Leiterin der Ballettschule am Theater Basel, gab gestern (12.03.2010) der BaZ bekannt, dass Philip Handschin sich für einen Vertrag beim «Finnish National Ballet» entschieden und bereits am 1. März 2010 dort begonnen hat.
"Milk & Honey"
— Milk & Honey —
Choreographien von Ohad Naharin und Richard Wherlock
Musik von George Gruntz, Paul Smadbeck und Brian Eno
Der vierte Tanzabend dieser Saison, nach «Crescendi », der Wiederaufnahme von «A Swan Lake» und «Carmen» hat den Titel «Milk & Honey » und wird am 23. April auf der Grossen Bühne Premiere haben. «Milk & Honey» ist auch der Name des Stücks, das Richard Wherlock zu einer Komposition von George Gruntz kreieren wird. George Gruntz hat dieses Auftragswerk des Fasnachts-Comités zu dessen 100-jährigen Bestehen gewidmet. In seiner Choreographie spürt Richard Wherlock dem Geist der Stadt am Rheinknie nach. Gemeinsam mit der Basler Jazzlegende George Gruntz – auch er ein Künstlernomade auf den grossen Bühnen der Welt – begibt er sich auf eine assoziative Reise durch Geschichte und Gegenwart der Stadt. Bevor die Basler Tambouren ihre Rhythmen trommeln, werden zwei Stücke des Choreographen Ohad Nahrin zu sehen sein. In seinem Stück «Humus» lässt der Israeli neun Tänzerinnen zu den Themen Gewicht, Balance und Schwerkraft ihren Ausdruck finden, um anschliessend in «Black Milk» mit archaischer Wucht das Bild eines Männerkollektivs und dessen Initiations-Ritual zu zeichnen.